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Igel

Aus MiniKlexikon - das Kinderlexikon für Leseanfänger
Version vom 22. März 2018, 12:49 Uhr von Michael Schulte (Diskussion | Beiträge) (Textersetzung - „Katze]]n“ durch „Katzen]]“)
Ein Stacheligel von unten gesehen

Der Igel ist ein kleines Säugetier. Es gibt 25 Arten, die in Europa, Asien und Afrika leben. Manche dieser Arten haben Stacheln, andere nicht. Das deutsche Wort ist schon sehr alt: Schon im 9. Jahrhundert gab es das Wort „igil“, das so viel wie „Schlangenfresser“ heißt.

Am Bauch und im Gesicht hat der Igel einfaches Fell. Die Stacheln auf dem Rücken sind eigentlich hohle Haare. Durch die Evolution sind sie so hart und spitz geworden, dass Igel sich damit schützen können. Bei Gefahr rollt der Igel sich zusammen. Dann sieht er aus wie eine Kugel, die überall Stacheln hat.

Die bekanntesten Igel in Westeuropa sind die Braunbrustigel. Sie leben gern auf Feldern mit Hecken und Gebüschen oder am Rand von Wäldern. Einige trauen sich aber auch in die Städte. Sie fressen gern junge Mäuse und Küken, vor allem aber Insekten.

Wie leben Igel?

Igel mögen Milch und Trockenfutter von Katzen. Damit darf man sie im Spätsommer auch füttern, damit sie sich genügend Fett für den Winter anfressen können.

Igel schlafen am Tag in einer Höhle, die sie in die weiche Erde gegraben haben. In der Dämmerung und in der Nacht suchen sie sich ihre Nahrung: Käfer und Käferlarven, Raupen, Regenwürmer, Tausendfüßer, Heuschrecken, Ameisen und viele andere kleine Tiere. Sehr gerne fressen sie auch Schnecken mit und ohne Gehäuse. Deshalb sind Igel in einem Garten sehr nützlich.

Igel leben meist allein. Im Sommer treffen sie sich zur Paarung. Die Mutter trägt die Jungen fünf Wochen lang in ihrem Bauch. Sie bringt meist etwa vier Jungtiere zur Welt. Sie sind taub und blind und haben ganz weiche Stacheln. Sechs Wochen lang trinken die Jungen Milch bei ihrer Mutter. Zwei bis drei Monate nach der Geburt verlassen sie die Mutter und die Geschwister.

Junge Igel müssen sehr viel fressen, denn Igel machen einen Winterschlaf. Sie sparen damit Energie, denn bei Kälte finden sie nichts zu fressen. Wenn ihr Nest an der Sonne liegt, können sie aber auch aufwachen. Wenn das Nest zerstört wird, müssen sie sich ein neues suchen. Igel können also auch im Winter wach sein. Falls man sie füttern möchte, gibt man ihnen am besten Trockenfutter für Katzen.



Mehr über „Igel“ findest du auch im Kinder-Lexikon Klexikon und bei der Such-Maschine Frag Finn.

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